Sonntag, 16. November 2014

Lebkuchen mit Tonkabohne

Weihnachtsduft liegt in der Luft! <3

Ja, ich bin früh dran, jedenfalls für meine Verhältnisse. Ganz nach dem Motto: "Weihnachten kommt immer soo überraschend", fange ich meistens doch relativ spät mit allem an und verfalle dann in Stress. Dieses Jahr habe ich bereits im Oktober mit dem Plätzchen backen begonnen, was aber auch daran lag, dass ich einen Beitrag für Dezember vorbeitet habe. Teilweise habe ich sogar schon Geschenke besorgt, fehlen aber immernoch einige. :-) Fertig bin ich trotzdem noch lange nicht. Zwei Adventskalender für unsere Mäuse müssen noch gebastelt werden und das Haus wird nächste Woche auch geschmückt. Die Weihnachtsdeko-Kisten stehen bereit, ich freue mich schon darauf. Findet ihr es auch so schön, wenn alle Häuser so schön geschmückt sind und es überall aus den Fenstern leuchtet? Ich mag das so sehr. <3

Letzte Woche habe ich mit meinen Mädels Lebkuchen gebacken. Da ich mich nicht entscheiden konnte, gab es zwei verschiedene Rezepte. Das erste möchte ich euch heute zeigen:

Meine Lebkuchenfamilie 


Die Zutaten für den Teig (dieser muss für einige Stunden ziehen, also am Besten am Tag zuvor vorbereiten):
  • 500 g Mehl und etwas für die Arbeitsfläche
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g brauner Zucker
  • 100 g Butter
  • 200 g Honig (flüssig)
  • 50 g Zartbitterschokolade
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Pottasche
  • 1 Tonkabohne, davon etwas Abrieb*
Außerdem braucht ihr:
  • ein oder zwei Backbleche
  • Teigrolle
  • Ausstechformen
  • Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle
  • Lebensmittelfarbe

Zuerst in einem kleinen Topf 4 Eßlöffel Wasser, Honig, Zucker, Butter und Schokolade unter ständigem Rühren auf niedriger Stufe (die Masse soll nicht heiß werden) erwärmen. Nachdem die Schokolade geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat den Topf von der Herdplatte nehmen. 

Die Schokoladen-Honig-Butter-Masse nun in eine Schüssel umfüllen. Das Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz, Zimt und einen Hauch von Tonkabohne* zur Masse sieben. Auf niedriger Stufe mit dem Kenthaken der Küchenmaschine oder einem Handrührgerät zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und bei Zimmertemperatur über Nacht ziehen lassen. 


Jetzt könnt ihr den Backofen auf 170°C (Ober-Unterhitze) oder 150°C (Umluft) vorheizen.

Die Arbeitsplatte oder einen Silikonmatte mit Mehl bestäuben und den Teig darauf ausrollen (ca. 4-5 mm dick). Nun die Figuren oder was ihr sonst gerne mögt ausstechen und auf zwei mit Backpapier ausgekleidete Bleche legen.

Die Lebkuchenfiguren werden 10-15 Minuten gebacken (passt auf, dass sie nicht zu dunkel werden, bei mir sind sie zuerst verbrannt nachdem ich sie 20 Minuten im Ofen hatte, deswegen habe ich die Backzeit verkürzt. Je nach Backofen reichen 10 bis 15 Minuten).
Backt ihr bei Ober-Unterhitze und habt zwei Bleche im Ofen tauscht diese nach 6 Minuten. Bei Umluft oder wenn ihr nur ein Blech im Ofen habt entfällt dieser Schritt. 

Nach dem Backen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


* Anmerkung zur Tonkabohne
Schon öfter habe ich von Rezepten mit Tonkabohne gelesen. Das hat mich neugierig gemacht. Ja was soll ich sagen ... sie riechen einfach himmlisch. <3 Und zu dem Lebkuchenrezept passt es perfekt.
In der Bohne ist Cumarin enthalten und sollte deshalb wirklich sehr sparsam in Lebensmitteln verwendet werden. Schaut mal hier, da gibt es etwas darüber nachzulesen: essen-und-trinken.de/gewuerze/tonkabohne.
Wer das aber nicht möchte, lässt die Tonkabohne einfach weg. :-)


Jetzt können die Lebkuchen noch verziert werden. Normalerweise bereite ich hiefür ein Royal Icing aus Eiweiß, Puderzucker und Zitronensaft zu. Dieses mal habe ich es mir zugegebenermaßen einfacher gemacht und ein Pulver verwendet, zum Beispiel hier: Royal-Icing-Eiweissglasur. :-) Ich fand es wirklich gut und werde es mir sicher wieder kaufen. 

Das Royal Icing zuerst etwas fester herstellen, in eine Spritztülle geben und die Ränder "vorzeichnen". Etwas antrocknen lassen. Zum Ausmalen das Royal Icing mit etwas Wasser verdünnen und evtl. etwas Lebensmittelfarbe unterrühren. 


Direkt nach dem Backen ist der Lebkuchen noch etwas fest, aber nach ein oder zwei Tagen wird er schön weich und schmeckt köstlich. Am Besten in einer Keksdose aufbewahren.

In den nächsten Tagen kommt auch noch das Rezept für einen "einfachen" Lebkuchen, der auch so gut ist, dass die Dose schon wieder fast leer ist und Nachschub bereits angefordert wurde. :-)

Gute Nacht, ihr Lieben! Ich wünsche euch morgen einen guten Start in die neue Woche.

Eure Melli :-*



Sharing is caring:

Kommentare:

  1. Die ist ja süß, Deine Lebkuchenfamilie <3
    Jetzt weiß ich wie ich meine Tonkabohnen mal anders als im Vanille-Eis oder Kakao unterbringen kann.
    Ich danke für das Rezept, liebe Melli

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anja,
      dankeschön! :-)
      Im Kakao ist ja auch mal eine Idee.. lecker! <3

      Löschen