Freitag, 29. November 2013

Kuchen im Glas

Es ist soweit, mein Projekt "Kuchen im Glas" ist abgeschlossen. Ich habe gebacken, probiert und gebacken, eingekocht (eingeweckt) und Gläser geschmückt. Einige Gläser sind mir wieder aufgegangen. Das heißt, wir konnten viele Kuchen Probe essen und ich durfte nochmal backen. :-) Aber jetzt habe ich alle Gläser, die mit Kuchen zu füllen waren, fertig. Morgen geht es dann los, unser Weihnachtsmarkt findet statt und der Kindergarten hofft auf viele Käufer an unserem Stand. Die Einnahmen sind zu Gunsten unserer Kinder, davon werden Reparaturen und Anschaffungen für den Kindergarten getätigt. Es gibt auch noch ganz viele andere tolle, selbstgemachte Dinge zu kaufen. Der Elternausschuss und Freiwillige haben viel Zeit investiert und Taschen, Halstücher, Pixi-Buch-Hüllen, Geldmäuschen, Marmelade, gebrannte Mandeln, Plätzchen, 5-Minuten-für-dich-Tütchen .. und noch mehr, hergestellt. Außerdem gibt es eine Spieleecke für unsere Kleinen und zum Aufwärmen Kinderpunsch und Kürbissuppe. Ich bin sehr gespannt.


Und nun zu meinem Kuchen. Zwei verschiedene Sorten habe ich gebacken. Einen Weihnachtlichen Gewürzkuchen und einen Apfelkuchen.



Apfelkuchen(das Rezept habe ich hier gefunden: http://kuchenimglas.flaschen.de/, dort findet ihr auch alle Tipps und Tricks zu Kuchen im Glas und welche Gläser ihr braucht)








Zutaten für 6 Gläser (á 290 ml):
 
  • 50 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier
  • 250 g Mehl
  • Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone
  • 75 ml Milch
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 250 g Äpfel (geschält und klein geschnitten)
  • gehobelte Mandeln zum Bestreuen 
Ich habe noch hinzugefügt:
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Vanillezucker


 Außerdem benötigt ihr:
  • 6 Weck-Gläser mit Glasdeckel, passende Gummiringe und 12 Klammern
    (alternativ gehen aber auch Einmachgläser mit Twist-Off-Deckeln, Info`s hierzu findet ihr auch auf http://kuchenimglas.flaschen.de/)
  • Die Gläser habe ich zuerst gesäubert, mit kochendem Wasser ausgegossen und nach dem Trocknen mit Butter eingefettet und mit geriebenen Mandeln ausgeklopft.
  • Wichtig: Den Backofen nicht komplett vorheizen. Ich habe, bevor ich den Teig in die Gläser gefüllt habe, den Ofen angemacht, Ober-Unterhitze 100°C.




Zubereitung:
Zuerst die Eier, Butter, Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät bzw. Küchenmaschine schaumig schlagen. Zitronenschale, Zimt, Mehl und Backpulver zusammen mischen und mit der Milch im Wechsel unterrühren. Die klein geschnittenen Äpfel zum Schluss noch unterheben.
Den Teig ein bisschen mehr als die Hälfte in die Gläser füllen und mit den gehobelten Mandeln bestreuen. Den Rand sorgfältig sauber reiben.


Jetzt die Gläser (ohne Deckel) auf das Blech in der Mitte des Backofens stellen und die Temperatur auf 160°C hochdrehen. Sobald die Temperatur erreicht ist den Kuchen ca. 35 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Ich konnte die Gläser nach 30 Minuten herausnehmen.

 

Nach dem Backen:

Die Gläser nur kurz stehen lassen, dann sofort mit Gummiringen, Deckel und Klammern verschließen. (Überstehender Teig abschneiden und darauf achten, dass der Rand sauber ist)



Einkochen (Einwecken):

Ein Backblech mit 2 cm hohem lauwarmen Wasser füllen, die Gläser hineinstellen und im Backofen (mittlere Schiene) bei 100°C ca. 30 Minuten sterilisieren. Man könnte hierzu auch einen Einkochtopf verwenden.

Die Gläser kompett auskühlen lassen, erst dann die Klammern entfernen. Bei mir ist bei 6 Gläsern im Schnitt immer eins wieder auf gegangen. Ich glaube aber, das lag an einer Klammer, die nicht so stramm geschlossen hat. Ansonsten hat das super geklappt.

Der Kuchen im Glas ist eingekocht ca. 5-6 Monate haltbar. Löst sich der Deckel, könnte es sein, dass sich Gase durch Gärung im Inneren gebildet haben und der Kuchen verdorben sein könnte.


Weihnachtlicher Gewürzkuchen
(Das Rezept stammt von der Mama einer Freundin)











Ihr braucht (für 6 Gläser á 290 ml):

  • 125 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 4 g Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 100 g Haselnüsse (gemahlen)
  • ca. 75 g Zartbitterschokolade
  • etwas Milch
  • 1 EL Kakao (zum Backen)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 Msp. Nelken
  • Rum (ich habe ein paar Tropfen Rumaroma genommen)
  • 188 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • ca. 250 g Äpfel (geschält und klein geschnitten)
    Außerdem:
    6 Weck-Gläser mit Glasdeckel, passende Gummiringe und Klammern. 
    (Die Gläser habe ich hier nur mit Butter eingefettet. Bei dem ersten Versuch habe ich sie noch mit gemahlenen Haselnüssen ausgeklopft, aber das Endergebnis (nach dem Backen) hat mir da nicht gefallen.)


     
     



Zubereitung:
Die Butter schaumig rühren, dann den Zucker dazugeben. Die Eier werden nach und nach hinzugefügt. Die übrigen Zutaten (außer Äpfel) hinzugeben und verrühren. Zum Schluß die Äpfel unterrühren.

 


Die Gläser auch hier nur bis etwas über die Hälfte füllen und den Rand sauber reiben. Den Backofen vor dem Befüllen auf 100°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die Gläser ohne Deckel auf das Blech in der Mitte des Backofens stellen. Dann erst die Temperatur auf 170°C drehen und ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe nicht vergessen). Auch hier war der Kuchen bei mir nach 30 Minuten durchgebacken.








Verdoppelt man das Rezept eignet es sich auch sehr gut zum Backen in einer Springform. Zum Schluss noch mit einer Schokoglasur bestreichen...sehr lecker! Und nach 3 bis 4 Tagen schmeckt der Kuchen sogar noch besser! 


Es lohnt sich wirklich Kuchen im Glas mal auszuprobieren. Mir hat es richtig Spass gemacht und ich hoffe Euch wird es auch gefallen. 

Vorweihnachtliche Grüße,
eure Melli :-*

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Plätzchenzeit ... und los geht's!!!

Angefangen habe ich mit ganz simplen Butterplätzchen. Unsere Große wollte so gerne helfen, da finde ich die einfach am Besten. Sie hat den Teig ausgerollt, naja eigentlich hat sie den Teig mit einem Kochlöffel bearbeitet (darauf herumgeklopft :-) und ich habe ausgerollt. Mit Förmchen ausstechen war auch eher ungenau, das hab ich dann etwas korrigiert. Dafür hat das Verzieren mit buntem Zucker umso besser geklappt. Ihr hat es Spass gemacht und das ist die Hauptsache. :-)
Die Kleine war zu der Zeit im Land der Träume und konnte deshalb noch nicht helfen, aber wir werden das nochmal mit ihr zusammen machen.

Und so habe ich die Butterplätzchen gemacht:

Zutaten: (für ca. 2 Bleche)
  • 100 g Zucker
  • 9 g Vanillezucker
  • Schale von einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Ei
  • 125 g Butter (kalt)
  • 250 g Mehl
  • etwas Zimt
  • 1 Eigelb
  • etwas Milch
  • bunter Zucker, gehackte Mandeln, Schokostreusel oder was man sonst gern mag
  • etwas Mehl für die Arbeitsfläche
Zubreitung:
Das Mehl wird auf die Arbeitsfläche gesiebt. Darüber kommt der Zucker, Vanillezucker und die Butterstückchen. Eine Vertiefung formen und dort das Ei, Zitronenschale und Zimt hineingeben. Alles zu einem Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und dann in den Kühlschrank für mindestens 1 Stunde.
Den Backofen auf 180°C (Ober-Unterhitze) vorheizen und 2 Bleche mit Backpapier auslegen.
Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig darauf ca. 5 mm dick ausrollen. Kleine Figuren ausstechen und diese auf das Backpapier legen. Das Eigelb wird mit der Milch verrührt und die Plätzchen damit bestrichen und mit buntem Zucker etc. bestreut.
Ca. 8-10 Minuten auf mittlerer Schiene backen.



Und hier hab ich für Euch noch ein Rezept für Mandel-Honig-Kipferl. Die habe ich auch noch gemacht, sind wirklich lecker, finde ich.

Zutaten: (für ca. 3 Bleche)
  • 350 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 9 g Vanillezucker
  • 150 g Mandeln (gemahlen)
  • 2 Tropfen Mandelaroma
  • 1 Ei
  • 250 g Butter
  • 50 g Honig (flüssig)
  • etwas Honig (flüssig)
  • ca. 3 EL brauner Zucker
  • etwas Mehl für die Arbeitsfläche
Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel sieben. Die restlichen Zutaten (Zucker, Vanillezucker, Mandeln, Mandelaroma, Ei, Butter und Honig) hinzufügen und zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Den Backofen auf 180°C (Ober-Unterhitze) vorheizen und 3 Bleche mit Backpapier auslegen. Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen. Ich habe den Teig Stück für Stück in ca. 1 cm dicke Stränge gerollt und 5 cm lange Stücke abgeschnitten. Diese zu Hörnchen formen und mit ca. 1 cm Abstand auf das Backpapier legen.
Ca. 10-15 Minuten (je nach Backofen) auf mittlerer Schiene backen.
Die Kipferl direkt nach dem Backen mit Honig bestreichen und in braunem Zucker wälzen.


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Ich werde noch ein paar andere Sorten backen. Zuerst aber kommt in den nächsten Tagen mein Eintrag zum Kuchen im Glas. Die Gläser werden noch etwas aufgehübscht und dann mache ich Fotos und berichte Euch! :-)



Liebste Grüße und eine gute Nacht!
Eure Melli
Und nun kommt, wie versprochen, der Eintrag zu meiner Cars-Torte. Gemacht hab ich sie für den kleinen Kiano, er ist 4 Jahre geworden und der Bruder von Celina (Delphin-Torte). Viele kleine Jungs sind ja ganz verrückt nach dem Disney-Film Cars und dem Lightning McQueen. Zugegeben, ich kenn das garnicht, nur so vom Hören und ich musste dann erstmal googeln :-) Bei meinen zwei Mädels (jedenfalls bei der Großen) ist eher Filly, Lillifee, Hello Kitty etc. angesagt.



Aber im Internet findet man ja glücklicherweise eine ganze Menge Bilder und die habe ich dann als Vorlage für meinen Lightning McQueen genommen. Und so habe ich ihn modelliert:


Zuerst die Modellliermasse rot einfärben und eine Kugel formen. Aus dieser Kugel dann die Form des Autos. Aus weißer Modelliermasse den Mund ausschneiden und vorne mit CMC-Kleber befestigen. Für die Räder schwarze und etwas kleinere rote Kugeln formen, diese aufeinander legen und zusammen etwas platt drücken. Die Räder am Auto befestigen. Die Fenster habe ich aus weißer Modelliermasse ausgeschnitten und angeklebt.


Für die Augen wieder zwei Kugeln formen, diesmal aus blauer und schwarzer Modelliermasse und wie bei den Rädern zusammen platt drücken. Die Frontscheibe habe ich mit dem Wheel Tool umrandet. Außerdem habe ich an den Seiten und auf der Motorhaube gelbe Pfeile, vorne und hinten weiße Lichter und auf der Heckscheibe weiße Streifen angebracht. Auf das Dach kam noch die 95 in gelb.


Den Kuchen habe ich mit weißem Fondant eingedeckt, darauf kam dann die Straße (aus grauem Fondant) und darauf die Straßenstreifen und die schwarz-weiße Startlinie. Mit meiner tollen Modellierpresse (die ich schonmal erwähnt habe) konnte ich die grünen Büsche herstellen. 


Unter dem Fondant steckt der Schokoladen-Biskuitkuchen gefüllt mit einer Mascarpone-Creme (bestrichen mit einer dunklen Ganache).

Hier das Rezept für die Mascarpone-Creme:

Zutaten: (den Kuchen habe ich in einer 18er Springform gebacken, bei größerem Kuchen würde ich das Rezept verdoppeln)
  • 50 g Butter
  • 300 g Puderzucker
  • 125 g Mascarpone
Zubereitung:
Den Puderzucker in eine Schüssel sieben, die restlichen Zutaten hinzufügen und alles mit einem Handrührgerät gut verrühren. Bis zur Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

Die Torte habe ich noch mit schwarzen und weißen Fondantkugeln umrandet.


Ich werde nun mal wieder in der Küche verschwinden, möchte noch Plätzchenteig vorbereiten. :-)

Einen schönen Abend wünsche ich Euch!
Eure Melli :-*


Diese Torte war für die kleine Celina, sie ist 9 Jahre geworden und liebt Delphine.
Zuerst habe ich, wie sonst auch, die Dekoration hergestellt. Delphine zu modellieren habe ich mir wirklich leichter vorgestellt... Körper und Flossen waren noch ganz gut zu formen, aber schwierig wurde es beim Gesicht. Der erste Delphin sah nicht wirklich so nach Delphin aus :-) Es hat etwas Geduld gebraucht, bis ich es dann so hinbekommen habe, dass ich damit zufrieden war.



Ich versuche es Euch ein wenig zu beschreiben:
Zuerst aus Modelliermasse eine Kugel formen, aus dieser Kugel dann die ungefähre Form des Delphines. Die hintere Flosse habe ich erst platt gedrückt, dann schräg abgeschnitten und den "Hubbel" in der Mitte geformt. Mit dem Cone Tool (kegelförmiges Modellierwerkzeug), oder alternativ Zahnstocher, habe ich Löcher für die Augen und das Atemloch gestochen.  Für die Seiten- und obere Flosse: Aus kleinen Kugeln Dreiecke formen und mit CMC-Kleber befestigen.
Zwei winzig kleine Kugeln aus weißer Modelliermasse formen und mit etwas CMC-Kleber in den Augenlöchern befestigen. Mit schwarzem Lebensmittelstift die Augen noch anmalen. Da die Delphine über die Torte springen sollten, habe ich unten mit einem Zahnstocher ein Loch gestochen (ein Lollipop-Stiel sollte hineinpassen und auch halten). Den Delphin in Form biegen und so trocknen lassen.

Für die Delphintorte habe ich den Nutella-Nuss-Kuchen gebacken (Rezept 1 1/2 mal) und mit Zartbitterganache zweimal gefüllt und bestrichen.
Den Fondant für den Überzug zuerst gut kneten, bis er geschmeidig ist, dann blau einfärben. Dabei nur ganz wenig Farbe benutzen und diese nicht ganz einkneten, so das der etwas marmorierte Effekt entsteht:
Die Delphine springen auf Lollipop-Stielen über die Torte. Diese habe ich auf die richtige Länge gekürzt, in das Loch auf der Unterseite des Delphines und in den Kuchen gesteckt. Der Delphin, der aus dem Wasser guckt, ist mit einem Zahnstocher fixiert.  





Liebste Grüße,
eure Melli :-*



So, da ist sie nun... Meine erste 3D-Torte. Ich bin so stolz und auch froh, dass alles gut geklappt hat. Die Torte war für meine Freundin, die sie ihrer Schwester zum 30. Geburtstag geschenkt hat. Das Thema Shopping Queen sollte es werden und da die meisten Frauen Handtaschen und Schuhe lieben habe ich mich auch genau dafür entschieden.



Wie immer stelle ich zuerst die Dekoration her, damit diese schön trocknen kann und ich nicht in Zeitnot gerate. Also eine Woche vorher kam der Schuh dran. Ich habe Euch ja versprochen zukünftig davon Bilder zu machen und es Euch zu zeigen. Ich muss aber gestehen, dass ich bei dem Schuh gar nicht so viele Bilder gemacht habe. Es fällt mir etwas schwer immer daran zu denken, da ich einfach drauf los probiere und keinen richtigen Plan habe, wie ich zum Ergebnis komme. Aber ich gelobe Besserung.

Ich versuche es kurz zu beschreiben:
  • Gibt man bei Google: "Schuhe aus Fondant" ein, findet man einige Vorlagen.
  • Meine Modelliermasse musste erst noch eingefärbt werden: schwarz für die Sohle und den Absatz, rosa für den Schuh und etwas grün für die Verzierungen.
  • Dann habe ich die Sohle ausgeschnitten. Die weiße Innensohle genauso, nur etwas kleiner und  am Rand kleine Punkte gestochen.
  • Für den Absatz habe ich zuerst eine schwarze Kugel geformt und dann nach Gefühl modelliert. Ein paar Anläufe brauchte es schon, bis ich zufrieden war. Im Nachhinein hätte ich ihn gern noch etwas dünner gemacht, aber das konnte ich dann nicht mehr ändern. Er war schon angeklebt und wollte einfach nicht mehr abgehen. :-)
Auf den Bildern seht ihr die nächsten Schritte:

  • Den Schuh habe ich mit einem Sterncutter verziert und diese mit essbarem Glitzer betupft, zwei Sterne ausgestochen und jeweils eine Zuckerperle mit CMC-Kleber darauf befestigt.
  • Aus grüner Modelliermasse einen Strang für das Riemchen rollen und hinten am Schuh mit einer Zuckerperle fixieren.

Die Torte musste für Donnerstag fertig gestellt werden, Dienstags habe ich also angefangen zu backen und die Ganache herzustellen. Da es meine erste 3D-Torte werden sollte und ich nicht wusste, wie mir das gelingen wird, habe ich mich hier für den Nutella-Nuss-Kuchen entschieden. Bei dem wusste ich einfach, dass er gut zu schneiden ist und ebenmäßig wird. Das hat dann auch super geklappt.

Folgende Bilder zeigen, wie der Kuchen nach und nach zur Handtasche wurde:
Den Nutella-Nuss-Kuchen zweimal backen, jeweils einmal waagerecht durchschneiden und drei Teile wieder aufeinander legen. Die Füllung hier ist eine Zartbitterganache. Die untere und obere Hälfte des Kuchens habe ich abgeschnitten, so dass eine Handtaschenform entsteht. Und so erstmal schön kühlen, damit alles hält und der Kuchen dann hochkant gestellt werden kann. Drumherum kam eine Ganache mit weißer Schokolade (da ich schon einige Anfragen bezüglich der Mengenangaben bei der Herstellung von Ganache hatte, schreibe ich die Rezepte in einem gesonderten Beitrag, dann ist es übersichtlicher). 

Für die Vor- und Rückseite habe ich passend Fondant zurechtgeschnitten, mit den Rauten versehen und auf den Kuchen gelegt. Das war zugegeben etwas Fummelarbeit.
 

Aus Fondant habe ich dann einen Streifen geschnitten und damit die Mitte bedeckt. Die Ränder wurden mit einem Band verziert, das habe ich mit meiner neuen Modellierpresse super schön hinbekommen.
Einen Reißverschluss in Fondant drücken, ausschneiden und auf der Tasche befestigen. Die Tasche habe ich noch mit Zuckerperlen verziert.

Einen Tag bevor die Torte fertig sein soll aus Modelliermasse die Griffe herstellen (Wichtig, da diese ja trocknen sollen, damit sie nach oben stehen können). Leider habe ich hiervon keine Bilder gemacht.
Die Tasche habe ich dann noch mit kleinen Sternchen verziert und ein Schild mit dem Namen oben angebracht. Fertig! :-)


Meine nächsten zwei Torten sind nun auch fast fertig und werden morgen mittag abgeholt. Bericht und Bilder folgen dann.

Ich wünsche Euch eine Gute Nacht!
Eure Melli

Oohh... aufgeregt bin ich! Heute wird meine Torte abgeholt und ich bin schon sehr gespannt. Ich werde sie Euch natürlich auch noch zeigen, aber das geht erst, wenn sie überreicht wurde. Ich kann Euch nur verraten: Es war meine erste 3-D-Torte.

Zwischendurch habe ich aber etwas anderes für Euch. Da ich meinen Cappuccino immer mal gerne mit etwas Sirup (Karamell, Vanille, Haselnuss, Kokos etc.) verfeinere, kam ich auf die Idee mal selbst welchen herzustellen. Entschieden habe ich mich für einen Vanille-Zimt-Sirup. Passend dazu habe ich kleine Fläschchen (100 ml) in Sternform gefunden, super zum Verschenken.



Und so habe ich den Sirup gemacht:


Zutaten: (für ca. 200 ml Sirup)
  • 250 g Zucker
  • 1 1/2 Vanilleschoten (Mark und Schoten)
  • 2 Zimtstangen
  • 350 ml Wasser 


Zubereitung:
Den Zucker in einen Topf mit dickem Boden geben und mit 2 EL Wasser karamelisieren. (= Auf höchster Stufe unter ständigem Rühren den Zucker schmelzen lassen bis er hellbraun wird. Achtung: Nicht zu dunkel werden lassen, sonst schmeckt es bitter -leider ist mir das beim ersten Versuch passiert-)
350 ml Wasser hinzufügen, dabei aufpassen, sehr heiß und kann spritzen. Jetzt Vanillemark, Schoten und Zimtstangen hineingeben und aufkochen, bis das Karamell wieder aufgelöst ist.
Etwas köcheln lassen, dann den Topf von der Flamme nehmen. Vanilleschoten und Zimtstangen entfernen und den Sirup in saubere Flaschen oder Einweckgläser füllen und abkühlen lassen.

Mmmhhh... es duftet schon so lecker!


Schmeckt auch gut zu Eis, Pfannkuchen oder Obst!




Und nun geht es direkt weiter. Bis Sonntag müssen die beiden anderen Torten fertig werden. Also Ihr hört von mir.

Liebste Grüße!
Eure Melli


Piratentorte und Cupcakes mit verstecktem Schatz aus Schokolade

Ein kleiner Freund meiner Tochter ist 4 Jahre alt geworden und hat sie zu einer Piratenfeier eingeladen. Ich wollte dafür ein paar Piraten-Cupcakes backen. Diese habe ich vorher Probegebacken, weil ich Schokobon, Kinderschokolade oder weiße Schokolade darin "verstecken" wollte und erstmal testen musste, wie das so klappt. Ich fand es sehr lecker und ganz besonders mit dem Nutella-Frosting. Das musste einfach drauf!

Also ... "gübel-grübel" Piratengesicht auf Frosting?: Planänderung musste her: Ein "Piratentörtchen" (Durchmesser von 16 cm) und dazu noch die Cupcakes.



(Ja ich konnte es dann trotzdem nicht lassen, die Cupcakes sollten doch noch ein Gesicht bekommen :-)

Unter dem Fondant steckt wieder der Nutella-Nuss-Kuchen, den ich dieses mal aber nur einmal und in einer 16er-Springform gebacken habe. Den Kuchen habe ich dann zweimal waagerecht durchgeschnitten und mit Zartbitterganache gefüllt und bestrichen.

Und so habe ich die Cupcakes gemacht:

Zutaten für den Teig (12 Stück):
  • 1 Ei (Größe M)
  • 80 ml Öl (geschmacksneutral)
  • 250 g saure Sahne
  • 130 g Zucker
  • 8 g Vanillzucker
  • 2 gehäufte EL Kakao
  • 250 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 12 Stückchen Schokolade (ich habe weiße Schokolade und Kinderschokolade genommen)
  • 12 Papierförmchen, 1 Muffinblech
Zubereitung:
Backofen auf 180°C (Ober-Unterhitze) vorheizen und die Förmchen in ein Muffinblech stellen.
Ei, Zucker, Vanillezucker, Öl und saure Sahne in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine oder einem Handrührgerät gut verrühren. Mehl, Backpulver und Kakao vermischen und nach und nach dazugeben.
Die Förmchen jeweils mit 1/3 des Teiges füllen, dann die Schokoladenstückchen darauf legen und dann den restlichen Teig verteilen.
Die Cupcakes ca. 25 Minuten backen (Stäbchenprobe).
Auf einem Rost abkühlen lassen.

Nutella-Frosting
(Idee von Sallys bunte Tortenwelt)

Zutaten:
  • 200 g Nutella
  • 200 g Frischkäse
  • 120 g Butter
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät verrühren. Das Frosting dann direkt in einen Spitzbeutel geben und zum kalt werden in den Kühlschrank stellen.

Nach dem Abkühlen der Cupcakes können diese mit dem Frosting verziert werden.

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Die Piratengesichter für die Cupcakes habe ich aus Modelliermasse (Fondant und Blütenpaste gemischt im Verhältnis 1:1) hergestellt. Dafür habe ich Kreise ausgestochen und diese dann mit dem roten Tuch und der Augenklappe verziert. Aus kleinen Kügelchen Nase geformt und befestigt. Für den Mund habe ich ein Trinkhalm halb durchgeschnitten und das obere Ende (mondförmig) in den Fondant gedrückt. Für das Auge mit einem Zahnstocher ein Loch gestochen und mit einem schwarzen Lebensmittelstift ausgemalt. Das Gesicht habe ich auf einen Zahnstocher gesteckt und konnte es so dann einfach auf den Cupcake setzen ohne dass der Fondant mit dem Frosting in Berührung kam.




__________

Ich bin gerade fleißig am Modellieren, es gibt bald neue Torten zu sehen. Für nächste Woche mache ich drei Torten mit verschiedenen Themen. Noch darf ich nichts verraten, sonst ist die Überraschung dahin, aber ihr dürft gespannt sein... Ich bin es auch: Hoffentlich klappt alles so, wie ich es mir vorstelle.

Also bis bald!
Eure Melli
Findet Ihr Eulen auch so schön? Überall sieht man sie, auf Kinderkleidung, Taschen, Bildern, Karten und ... na klar, auf meiner Torte auch.

Im Oktober hatte meine liebe Schwiegermutter Geburtstag. Natürlich hat sie auch eine Torte von mir bekommen. Und da sie Eulen auch so schön findet, habe ich mich für die Eulenfamilie entschieden.

Die Frage war jetzt nur, wie kommt die Torte dann zu ihr? Meine Schwiegermama wohnt leider ca. 4 Stunden von uns entfernt und ein Besuch bei ihr war nicht geplant. Also wollte ich mich darüber informieren, wie ich die Torte verschicken kann (das soll wohl auch gehen).
Soweit kam es dann aber doch nicht, da wir kurzerhand umentschieden habe. Ein verlängertes Wochende und die Torte wurde nun doch persönlich überreicht. Ich war schon sehr aufgeregt: Auto voll mit Gepäck, Kindern und die Torte mittendrin, gut eingpackt, aber trotzdem .. hoffentlich bleibt alles heil. Aber es hat alles super geklappt.

Sollte jemand von Euch Erfahrung mit Torten verschicken haben, erzählt mal, bin wirklich dankbar für Tipps.



Ich habe einen Nutella-Nuss-Kuchen gebacken. Dieser ist momentan mein Lieblingskuchen für Fondanttorten. Er schmeckt richtig lecker, nicht zu trocken, hält sich mehrere Tage und gelingt immer gut. Der Kuchen backt sehr gleichmäßig und man muss nicht so viel daran herumschnippeln, damit alles schön ebenmäßig wird. Das Rezept habe ich gefunden bei Tortentante. Bei ihr vorbeischauen lohnt sich, sie hat tolle Tipps und Rezepte.

Nutella-Nuss-Kuchen gefüllt mit Zartbitterganache

Zutaten für den Kuchen (für eine 18er Springform)
  •  3 mittelgroße Eier
  • 110 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 100 g Haselnüsse (gemahlen)
  • 130 g Quark (Magerstufe)
  • 75 g Butter
  • etwas Salz
  • 80 g Mehl
  • 1 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 100 g Nutella
Zubereitung:
Den Ofen auf 160°C (Ober-Unterhitze) vorheizen.
Butter, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und alles mit der Küchenmaschine oder einem Handrührgerät schaumig schlagen. Die Eier werden nach und nach dazugegeben und verrührt. Ist alles schön vermischt werden zuerst Quark und Nutella, dann die Nüsse untergerührt. Zum Schluss noch das Mehl mit dem Backpulver vermischen und unter den Teig heben.

Den Teig nun in die mit Backpapier ausgelegten und gefetteten Springform geben und ca. 60 Minuten backen. (Stäbchenprobe)


Weil ich die Eulentorte gerne etwas höher wollte, habe ich den Kuchen zweimal gebacken, jeweils einmal waagerecht durchgeschnitten und dann nur 3 Teile wieder aufeinander gelegt. Dazwischen und auch drumherum kam eine Zartbitterganache.
Den übrig gebliebenen Kuchen haben wir so gegessen, man könnte allerdings den Teig auch mit der Zartbitterganache mischen und Cakepops machen. :-)

Bis zum nächsten mal!
Eure Melli


 

Ein Dankeschön für Oma! Das war das Thema der folgenden Torte.

Die liebe Oma hat fünf Enkel von zwei Töchtern, alles noch ganz kleine Minis von 5 Wochen bis 4 Jahren. Darunter auch ein Zwillingspärchen. Man kann sich sicher vorstellen, was für eine Aufgabe das für die Eltern ist. Da ist es wirklich Gold wert, wenn jemand da ist, unterstützt und hilft wo es geht. Und weil sie genau so eine Oma ist, wollten ihre Töchter mit ihren Familien sich bei ihr bedanken. Im Sommer gab es ein großes Sommerfest, dort sollte die Torte überreicht werden.

Der Wunsch: Ein Dankestext, evtl. Kinderwagen oder anderes Symbol für Babys und die Namen der Enkel. Allerdings sind diese (wirklich schönen) Namen ziemlich lang, das hätte die Torte einfach viel zu sehr überladen. Ich habe mich entschieden für jedes Kindlein ein Symbol zu gestalten... also fünf Symbole für fünf Enkel. Zuerst bin ich auf Ideensuche im Internet gegangen und habe dann einen Kinderwagen (mit Baby), einen Teddy, ein Schnuller, eine Rassel und ein Fläschchen modelliert:


Den Dankestext wollte ich hochkant auf die Torte stellen. Dafür habe ich aus Modelliermasse (Fondant und Blütenpaste gemischt, im Verhältnis 1:1) ein Herz mit einem Zahnstocher hergestellt und trocknen lassen. Dann mit einem Lebensmittelstift den Text geschrieben:


Und das ist das Endergebnis:


Drunter steckt ein:
Schoko-Biskuitkuchen gefüllt mit einer Schoko-Mascarpone-Creme.

Das Idee für die Mascarpone-Creme habe ich bei Sallys bunte Tortenwelt gefunden. Die liebe Sally ist es auch, die mich von Anfang an sehr inspiriert hat. Als ich angefangen habe, mich über Fondant und alles drum herum zu informieren, kam ich auf ihren Youtube-Kanal und habe mir etliche Videos von ihr angeschaut und auch vieles schon nachgebacken. Meinen Fondant und auch die Blütenpaste mache ich nach ihrem Rezept.

Und hier mein Rezept für die Schoko-Mascarpone-Creme:

Zutaten:
  • 250 g Mascarpone
  • 50 g Puderzucker
  • 20 g Kakao
  • etwas Milch
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und kurz verrühren... fertig! (Ist die Masse zu fest etwas Milch hinzufügen, bis sie schön geschmeidig ist)

Den Kuchen habe ich zweimal waagerecht durchgeschnitten und mit der Mascarpone-Creme gefüllt. Bestrichen aber wurde die Torte mit einer Zartbitterganache (200 g Sahne und 400 g Zarbitterschokolade).

Bis bald ...
Eure Melli

PS: Den Teddybären habe ich nach einer Vorlage aus dem Buch "Betty's Sugar Dreams - Motivtorten Basics" modelliert. (Ein tolles Buch für Anfänger, mit Schritt für Schritt-Anleitungen zum Modellieren von Figuren.)
Da mir aber das Gesicht nicht so gut gefallen hat -irgendwie sah der Bär aus wie eine Maus?- habe ich es nochmal verändert.


Mein erster Versuch (Mausbär):

Teddybär:


Wir liiieben Marmelade....
Die gibt es bei uns fast jeden Tag zum Frühstück. Schatz mag am liebsten Erdbeere... ohne Schnickschnack, also keine Vanille oder anderen Geschmack dazu. Ich allerdings mag es gern vanillig oder einfach mal anders. Unsere Töchter mögen fast alle, es darf nur nicht stückig sein.

Und zur Pflaumenzeit gibt es natürlich Pflaumenmarmelade. (Ja, Pflaumenmus ist nicht so mein Ding, ich mag es lieber süßer.) Die Marmelade habe ich ganz klassisch gekocht: Pflaumen, Gelierzucker 2:1 und ein wenig Zimt, für den weihnachtlichen Geschmack.. fertig und sehr lecker! Mmmmhhh...

Im Internet habe ich dann ein Rezept gefunden: Pflaumen-Apfel-Marmelade mit Marzipan und Nüssen. Toll!!! Da wir auch Marzipan lieben musste ich das einfach ausprobieren, habe das Rezept allerdings etwas abgewandelt:



Variante 1

Zutaten:
  • 500 g Pflaumen (entsteint gewogen)
  • 250 g Äpfel (geschält gewogen)
  • Saft einer halben oder einen Zitrone (je nach Geschmack)
  • 1 Tasse Wasser
  • 20 g Marzipan
  • 50 g Walnüsse (gerieben)
  • Mark einer halben Vanillschote
  • 1/2 TL Finesse Weihnachtsaroma (Dr. Oetker) (alternativ Lebkuchengewürz)
  • 1/2 TL Zimt
  • Gelierzucker 2:1
Zubereitung:
Die geschälten Äpfel und die entsteinten Pflaumen in kleine Stücke schneiden. Den Saft der Zitrone mit dem Obst vermischen, in einen Topf geben und mit einer Tasse Wasser weich kochen.
Dann die restlichen Zutaten hinzugeben, alles mit dem Stabmixer fein pürieren.

Die Masse abwiegen und dann passend den Gelierzucker dazugeben. Ca. 4 Minuten sprudelnd kochen. Sofort in die ausgekochten Gläser füllen, für 15 Minuten auf den Kopf stellen, dann auf einem Gitter kompett auskühlen lassen.
(Ich habe gemahlene Nüsse genommen und auch mit püriert, da wir die Marmelade so lieber mögen. Man könnte aber auch gehackte Nüsse nehmen, diese erst nach dem Gelierzucker, kurz vor dem Aufkochen hinzugeben.)

 

Variante 2

Zutaten:
  • 500 g Pflaumen (entsteint gewogen)
  • 350 g Äpfel (geschält gewogen)
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Tasse Wasser
  • 25 g Marzipan
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1/2 TL Finesse Weihnachtsaroma (Dr. Oetker) (alternativ Lebkuchengewürz)
  • 1/2 TL Zimt
  • Gelierzucker 2:1

Zubereitung wie oben.

Fazit:
Wir finden beide Varianten sehr lecker, wobei ich persönlich ohne Nuss ein kleines bisschen besser finde. Sogar Schatz mag die Marmalden, obwohl er es sonst lieber klassisch mag.

Ich wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren!

Pflaumige Grüße!
Eure Melli